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Stefan Berg: Der Kannibalismus der Farbe (in Cornelius Völker. Malerei. Schirmer/Mosel 2005)
Die Malerei Cornelius Völkers lebt von der Lust an der Evidenz. Alles in ihr ist darauf angelegt, den Betrachter sofort und unmittelbar in den sichtbaren Zusammenhang hineinzulocken, den sie selbst erzeugt hat. Im zumeist monochromen, glatt neutralen Hintergrund stehen die Motive, die durch ihre Isolation aus jeglichem Kontext förmlich aus dem Bild herausgehoben werden, so leuchtend und suggestiv, dass es nahezu unmöglich wird, sie nicht zu betrachten. [...] Dabei sind es weiß Gott keine weltbewegenden Themen [...], Alltägliches, ausgedünnt bis in seine trivialsten, banalsten Randzonen. Aber all das präsentiert sich uns [...] als strahlendes, unverschämt locker und scheinbar mühelos vor die Augen hingezaubertes Farbfest [...].
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Text Stefan Berg
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